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Yoshi
24.08.2005, 06:45
Heftige Regenfälle haben weite Teile Südbayerns in ein Chaos gestürzt. Orte wurden überflutet und waren von der Außenwelt abgeschnitten. Brücken wurden fortgerissen, Straßen und Bahnlinien waren unpassierbar. Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte Bayern jede erdenkliche Hilfe zu.

Feuerwehrleute versuchen in Eschenlohe in Oberbayern mit Sandsäcken die Fluten einzudämmenMehrere Autobahnen mussten teilweise gesperrt werden, darunter die Inntalautobahn bei Kufstein. In mehreren Landkreisen herrschte Katastrophenalarm. Tausende Helfer von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW), Bundeswehr, Rotem Kreuz und Polizei sowie freiwillige Kräfte waren im Einsatz. Die Anrainer der Donau bereiten sich schon auf die zu erwartende Flut vor. Entlang des Stroms wurde für Mittwoch die höchste Meldestufe erwartet.

Durch das schwerste Hochwasser seit mehr als fünf Jahren wurden zahlreiche Orte von der Außenwelt abgeschnitten. In weiten Teilen der Region wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Etliche Dämme brachen. Garmisch-Partenkirchen war von der Außenwelt abgeschnitten, das öffentliche Leben brach weitgehend zusammen. Am Nachmittag ließen dort die Regenfälle nach. "Wir haben leicht rückläufige Wasserstände, die Wolkenschicht ist höher, es hellt auf", berichtete der Katastrophenschutz.


In Regensburg schwollen dagegen die Pegel an. Donau und Regen stiegen schneller als bei früheren Hochwassern, sagte ein Stadtsprecher. Noch sei die Lage aber entspannt. Es wurden Depots mit Sandsäcken eingerichtet, weil im Laufe des Abends mit der Überflutung der Uferstraßen gerechnet wurde.

Katastrophenalarm herrschte außer im Landkreis Garmisch-Partenkirchen auch im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen, in Teilen des Landkreises Weilheim-Schongau, in Kempten, im Oberallgäu sowie in Augsburg. In der Stadt am Lech drohte eine Autobahnbrücke einzustürzen. Die Autobahn A 8 München-Stuttgart bei Augsburg war gesperrt. In beide Richtungen bildeten sich lange Staus, an den möglichen Umfahrungen herrschte Verkehrschaos. Eine weitere Brücke über die Wertach war ebenfalls wegen Einsturzgefahr nicht befahrbar. Die Autobahn A 95 München-Garmisch war ab Sindelsdorf wegen Überflutung dicht.


Autobahnen gesperrt

Teilweise fielen binnen 24 Stunden zwischen 100 und 150 Liter Regen pro Quadratmeter. Auf der Mindelheimer Hütte im Allgäu wurden laut Wetterdienst Meteomedia rekordverdächtige 232 Liter gemessen, in Oberstaufen waren es 147 Liter und in Benediktbeuern 158.

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber hatte am Nachmittag einen Wahlkampfauftritt abgebrochen und zu dem überfluteten Dorf Eschenlohe gereist. Stoiber erwarte nicht, dass die Überschwemmungen Auswirkungen auf den Wahlkampf haben werden, sagte er. "Das ist jetzt wirklich nicht das Thema", sagte Stoiber in Eschenlohe. Es gehe nicht um den Wahlkampf, sondern darum, den Betroffenen zu helfen.


Spitzentreffen abgesagt

Das für Mittwoch in Berlin geplante Spitzentreffen von Union und FDP wurde wegen des Hochwassers abgesagt. Die Hilfe für die betroffenen Gebiete habe Vorrang, hieß es zur Begründung. Bundeskanzler Schröder sagte den betroffenen Gebieten jede erdenkliche Hilfe zu. Bei Naturkatastrophen müssten parteipolitische Auseinandersetzungen zurück stehen, sagte Schröder am Rande einer SPD-Wahlkampfveranstaltung in Kassel.

Bei der Wahl 2002 spielte das damalige schwere Hochwasser in Ostdeutschland eine entscheidende Rolle und verschaffte Bundeskanzler Schröder gegen seinen Unions-Herausforderer Stoiber in der Wählergunst erheblichen Auftrieb. Die Überschwemmungen und Schröders ablehnende Haltung zum Irak-Krieg gelten als wesentliche Faktoren für den unerwarteten Wahlsieg der SPD, mit dem kaum noch jemand gerechnet hatte.


Schily und Schröder wollen nach Bayern kommen

Bundeskanzler Schröder und Bundesinnenminister Otto Schily wollen sich über die Hochwasserlage in Bayern selbst ein Bild machen. Schily will am Mittwochmorgen dorthin fliegen, der Kanzler am Donnerstag. Schröder betonte allerdings, dass es sich bei seiner Reise nach Augsburg um einen seit längerem geplanten Termin handele.

Die bayerische Landesregierung kündigte finanzielle Hilfen für vom Hochwasser geschädigte Bürger an. Es könnten Steuern gestundet, Vollstreckungsmaßnahmen verzögert und Steuervorauszahlungen gemindert werden, erklärte das Finanzministerium. Ferner sollen Sonderabschreibungen und steuerfreie Rücklagen möglich sein.

Dragoner
24.08.2005, 12:41
übelst und das im hochsommer ....

Yoshi
24.08.2005, 15:45
hochsommer?
andere nennen das einen "milden Winter" :stupid

Obwohls ja heute schon wieder wärmer ist.

Tavo
24.08.2005, 15:57
hier is trocken
habt ihr nun davon, ihr kleinen bergvölker :ugly:

Dragoner
25.08.2005, 07:58
hochsommer war die jahreszeit - nicht die wetterlage yoshi ;)

Yoshi
25.08.2005, 08:16
du korintenkacka du :motz

Hast nun nen Beamtenstatus auch bekommen ? :D

Dragoner
25.08.2005, 09:45
leider nicht ;)

nü bin auch ich in der privatwirtschaft ... nehm ich jedenfalls an ... so übernahme und verkaufstechnisch :( .....