PDA

Vollständige Version anzeigen : mörfi ?


Heretic Novalis
03.06.2004, 10:06
Aus dem heise.de-forum:
Die Lebenserfahrung zeigt: Wenn man ein Butterbrot fallen läßt, landet die geschmierte Seite unten. Läßt man hingegen eine Katze aus dem Fenster oder beispielsweise einem Baum fallen, so landet sie garantiert auf den
Füßen.

Diese Beobachtung führt zu der interessanten Fragen: "Was passiert,
wenn man eine geschmiertes Butterbrot (Butterseite oben) auf dem Rücken einer Katze befestigt und diese Versuchsanordnung fallen läßt? Wird die Katze auf den Füßen landen, oder die Butter auf dem Boden?

Halten wir es mit Einstein, der seine Experimente im Kopf
durchführte, vielleicht aber auch nur, weil wir gerade keine Katze zur Hand haben.
Die Deduktion des offensichtlichen Ausganges unseres Experimentes ist
einfach:

Die Gesetzmäßigkeiten der Butterologie zwingen die Butter auf die
Erde. Die ebenso strikten Gesetze der felinen Aerodynamik schließen aus, daß dieKatze auf ihrem Rücken landet. Sollte diese Konstruktuion nun landen, ließen die naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten keine
Möglichkeit, das Paradoxon zu lösen.

Also lautet die einfache wie überraschende Lösung: Die Konstruktion
fällt einfach nicht hinunter. Das bedeutet, wir halten an dieser Stelle den
Schlüssel zum Geheimnis Antigravitation in der Hand . Eine
geschmierte (wahrscheinlich besser eine gebutterte) Katze wird, sobald sie
losgelassen wird, soweit aufsteigen, bis sie den Gleichgewichtszustand zwischen den beiden entgegensetzten Kräften Kartzendrehung und Butterabstoßung erreichthat.
Der Punkt (Höhe) dieses Equilibriums mag dadurch modifiziert
werden, daß zusätzliches Buttern das Konstrukt herabsinken, das Abkratzen von Butter das Konstrukt aufsteigen läßt.

Zahlreiche Zivilisationen des Universums nutzen dieses Prinzip
bereits um mir ihren Raumschiffen den interplanetaren Raum zu erforschen. Dies beweist auch das surrende Geräusch, von dem UFO-Beobachter immer wieder berichten.
Es wird durch die zahlreichen Katzenflöhe hervorgerufen.

Natürlich bietet diese Art des Antriebes auch einige Gefahren.
Gelingt es der einen oder anderen Katze das Brot vom Rücken zu essen, wird sie unverzüglich zu Boden stürzen. Zwar wird sie auf ihren Füßen landen,
aber der Fall endet auch großen Höhen doch oft tragisch, denn direkt nach
der Landung auf den eigen Füßen stürzt das tonnenschwere Raumschiff mit
den Aliens auf die Katze.

Vielleicht darf ich noch einige Worte zur Konstruktion eines solchen
Raumschiffes verlieren. Relativ problemlos sollte ein Antrieb zu
realisieren sein, wenn es gelingt die gebutterten und getapeten
Katzen in einem animationsdämpfenden Umfeld (also bei ca. -190° Celsius) zu halten.
Die Gefahr von Katze-Katze-Kollisionen sollte sich so auf ein Minimum
reduzieren. Weitaus größer scheint mir das Problem der Steuerung
eines solchen Raumschiffs zu sein, wenn die Katzen in Kältestarre verfallen
sind.
Mir scheint, dies ist anders als mit dem gebutterte-Katzen-Prinzip
lösbar.
Sehr brauchbar und einfach zu realisien erscheint mir der
Weißes-T-Shirt-Tomatensoße-Antrieb.

Jedermann weiß, daß ein Besuch mit weißem T-Shirt in einem
italienischen Restaurant unweigerlich den Ausflug zu einem Waschsalons nach sich zieht.
Also ist es nur konsequent die Außenseite eines Raumschiffes mit
weißen T-Shirts zu bekleben. Vier Düsen sollten symmetrisch am Raumschiff (das
sinnvollerweiser untertassenförmig ist) angebracht werden. Der
Ausstoß von
Tomatensoße wird nun das T-Shirt-angetriebene Raumschiff durch die
T-Shirt-Tomatensoße-Attraktion in Richtung der davonfliegenden Soße
bewege.

Bei diesem Antrieb sollte man darauf achten, daß der Wirkungsgrad von
Billig-T-Shirts deutlich hinter dem von Designer-Seidenhemden
zurücksteht.
Nachteilig ist nur, daß diese Form des Antriebes in der Nähe
schwarzer
Löcher erhebliche Mängel aufweist. Stürzt die Tomatensoße erst einmal
in ein schwarzes Loch, zieht sie das Raumschiff nach, den Kräften der
Antigravitations-Katzen-Buttermaschine zum Trotz.

Nighthawk
03.06.2004, 12:22
Du hast dir das echt durchgelesen? es geht auch kleiner. Wenn man einen Atomkern auf die größe eines Stecknadelkopfs bringt, ist die erste Elektronenhülle 60m von dem Kern entfernt. Was?, du liest immernoch?. Du bist hartnäckig!. Aber ich gebe nich auf. Wusstest du, dass die Bibel falsch übersetzt wurde? Dass Die Jungfrau Maria in Wirklichkeit "junge Frau Maria" heißt?. Immernoch hier? Hast du nichts besseres zu tun? Hast du keine Freunde? Du kannst von mir aus weiterlesen! Alles Leben entstand im Urknall.... Moment, du ließt das wirklich? Sehr gut! Ich gebe mich geschlagen. Hier hast du eine kleine Belohnung! Klick (http://www.subway-mailorder.de/nose/?baerli)

Heretic Novalis
03.06.2004, 12:54
Ein Übersetzungsfehler hat aus einem Seil, das nicht durch ein Nadelöhr passte, ein Kamel gemacht. Das jedenfalls meint Walter-Jörg Langbein, der in seinem soeben bei Langen Müller erschienenen Buch "Lexikon der biblischen Irrtümer" Fehler in Buch der Bücher von A bis Z aufdeckt. Von Abschalom, dem vierfachen Vater ohne Kinder, bis zu den Zeloten - "Rebellen", die statt "Räubern" neben Jesus ans Kreuz geschlagen wurden - weist der evangelische Theologe und Sachbuchautor nach, dass die Bibel "menschliches Reden über Gott ist" und dass Menschen sich irren können.

Es gebe in der Bibel "unüberwindbare Widersprüche und eindeutige historische Fehler", schreibt Langbein im Vorwort seines Fehler-Sammelbandes. So sei die Eroberung von Jericho nicht wie beschrieben ein Sturm auf die Stadt gewesen. Der mächtige Schutzwall der Stadt sei nämlich bereits viele Jahrhunderte zuvor einem Erdbeben zum Opfer gefallen. Auch der Auszug aus Ägypten und der Kindermord von Bethlehem sind Langbein zufolge frei erfunden. Das Vaterunser wurde falsch übersetzt, und die Story von der Sintflut ist ein Plagiat.

Langbein betont zugleich, auf die Irrtümer in der Bibel hinzuweisen, sei kein Angriff auf die Heilige Schrift und auch keine Abkehr von ihr. Vielmehr sei sein Werk der Versuch einer Annäherung "an die wirklichen Aussagen von Altem und Neuem Testament".

Und wirklich ist das Buch nicht gegen die Bibel gerichtet, sondern schafft vielmehr auch für den heutigen, sich für aufgeklärt haltenden Menschen eine Möglichkeit zum entkrampften Umgang mit der Heiligen Schrift. Dabei entlarvt der Autor auch der Menschen Wunsch nach Wundergeschichten. "Wunder sind des Glaubens liebstes Kind", zitiert er Goethe und weist dann nach, dass ein simpler Übersetzungsfehler aus einem ganz normalen Spaziergang das wundersame Wandeln Jesu über das Wasser machte.

Seine Sprachkenntnisse in Hebräisch, Griechisch und Latein ermöglichen Langbein dabei den Vergleich der Originaltexte, anhand derer er unter anderem zu der Auffassung gelangt, dass Jesus in der berühmten Geschichte nicht über das Wasser, sondern am Ufer entlang wandelte.

Langbeins Bibelstunde ist leicht verständlich und spannend zu lesen. Sein rechtzeitig zum "Jahr der Bibel" erschienenes populärwissenschaftliches Werk macht Lust darauf, einmal wieder im Alten und Neuen Testament zu schmökern und oft gehörte Geschichten durch die Lektüre aufzufrischen. Der Autor weist auch auf andere Interpretationen moderner Bibelwissenschaftler hin, widerlegt sie und regt zum eigenen Interpretieren an. Ein umfangreiches Quellenverzeichnis weist Bibelstellen und Sekundärliteratur aus. Die Bibel sei nicht vordergründig in Nachschlagewerk über historische Ereignisse, schreibt Langbein. Vielmehr sei sie ein "Werk tiefen religiösen Glaubens". Das Aufdecken er historischen Irrtümer nimmt der zentralen Aussage der Bibel - der Lehre von der Nächstenliebe - deshalb nichts von ihrer Bedeutung. Auch das macht Langbeins Fehlersuche deutlich.